Athen – Wiege der Demokratie
Die attische Demokratie basiert auf dem Konzept der Volksherrschaft. In Athen hatten männliche Bürger ab 18 Jahren das Recht, an der Volksversammlung teilzunehmen und Ämter zu übernehmen. Unter Politiker Kleisthenes gab es bedeutende Reformen, wie die Einteilung in Phylen und das Scherbengericht. Interessiert? Dies und mehr erfährst du im vollständigen Text!
- Die attische Demokratie
- Aufbau der Polis Athen
- Aufbau der Polis Athen
- Entstehung der attischen Demokratie
- Politischer Alltag in der attischen Demokratie
- Die attische Demokratie – wirklich eine Volksherrschaft?
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Grundlagen zum Thema Athen – Wiege der Demokratie
Die attische Demokratie
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Staat. Aber weißt du, was das ganz genau bedeutet? Eine Demokratie hat für die Bürgerinnen und Bürger viele Vorteile und ermöglicht Freiheiten und politische Mitbestimmung, aber wie kommt es dazu? Vielleicht hilft uns der Name der Staatsform da schon weiter.
Der Begriff Demokratie stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt Volksherrschaft.
In einer Demokratie hat also das Volk die Macht im Staat, nicht etwa eine kleine Gruppe oder gar ein Einzelner. Das griechische Wort wird noch heute verwendet, weil die Demokratie tatsächlich auf das antike Griechenland zurückzuführen ist. Einen besonderen Namen hat sich dabei der Stadtstaat Athen gemacht. In diesem Text erfährst du, warum dort eine Demokratie eingeführt wurde, wie diese aufgebaut war und ob sich das eigentlich noch mit unserer heutigen Demokratie vergleichen lässt.
Aufbau der Polis Athen
Aufbau der Polis Athen
Athen war nicht von Anfang an eine Demokratie. Diese entwickelte sich langsam und im Verlauf einiger Jahrhunderte. Zunächst regierte in der griechischen Polis Athen ein König, zumindest teilen das einige historische Quellen mit. Es bestand also eine Monarchie.In dieser Monarchie gelang es dann anderen Adeligen, griechisch auch Aristokraten, mehr Macht zu erlangen. Die Monarchie wurde ab dem siebten Jahrhundert v. u. Z. von einer Aristokratieabgelöst. In dieser Zeit war es nötig, die Polis in verschiedenen Kriegen zu verteidigen. Dazu setzte man in der damaligen Zeit neben den oft berittenen Aristokraten als Soldaten einfache Bauern, Handwerker und Händler in Athen ein. Sie kämpften als Hopliten und wurden aufgrund der vielen Kriege immer wichtiger für das weitere Bestehen der Polis Athen. Sie forderten dementsprechend mehr politischen Einfluss und bewirkten somit Veränderungen.
Staat, in dem ein Monarch (z. B. König oder Kaiser) regiert
Staat, in dem eine Gruppe (von Adeligen) regiert
Entstehung der attischen Demokratie
Die ersten großen Veränderungen hin zu einer Herrschaft des Volks gab es unter Solon, einem Staatsmann der athenischen Polis. Er führte 594 v. u. Z. Reformen durch, die es den Adeligen verboten, verschuldete und zahlungsunfähige Bauern zu ihren Sklaven zu machen. Gleichzeitig erließ er den Bauern ihre Schulden. Sie waren zuvor so verschuldet gewesen, dass sie sich nicht mehr für die Kriege ausrüsten konnten. Im Zuge der Reformen verhinderte Solon es, dass attische Bürger ihre soziale Stellung verlieren konnten und somit weiterhin in den Krieg zogen, versäumte es aber, langfristig für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Die Aristokratie hatte fast das gesamte Land unter Kontrolle und die untere Bevölkerungsschicht blieb arm. Weitere Konflikte waren also vorprogrammiert.
Das Wort Reform wird meistens im Bereich der Politik verwendet. Es beschreibt eine Umgestaltung, mit der man Dinge verändert, ohne direkt alles von Grund auf anders zu machen.
In den folgenden Jahren hatte die attische Polis infolge dieser weiterhin schwelenden Auseinandersetzungen mit einer Tyrannis zu kämpfen. Der Adelige Peisistratos verbesserte als Tyrann zwar die Lage der armen Bevölkerungsteile, unterdrückte aber das gesamte Volk unbarmherzig. Als seine Söhne nach seinem Tod die Tyrannis fortführen wollten, lehnte sich die Bevölkerung auf und ermordete den einen Sohn, während der andere floh.
In Anbetracht dieser schlechten Erfahrung mit einer gewaltvollen Alleinherrschaft kam es Anfang des sechsten Jahrhunderts v. u. Z. zu den entscheidenden Reformen: Der Politiker und Staatsmann Kleisthenes setzte 508/507 v. u. Z. weitreichende Veränderungen durch, die die Bevölkerung neu ordneten und gleichzeitig die Grundelemente der attischen Demokratie schufen.
Reformen des Kleisthenes
Einteilung der Polis in zehn Phylen: Kleisthenes schuf mit den Phylen Verwaltungszonen und fasste dabei die verschiedenen Gebiete Attikas zusammen. Sie bildeten ab jetzt die Grundlage für die politische Ordnung und das Militärwesen.
Volksversammlung: Sie war die wichtigste politische Einrichtung, da sie alle politischen Entscheidungen fällte. Alle männlichen Bürger der Polis Athen durften an ihr teilnehmen, wenn sie das 18. Lebensjahr erreicht hatten. Die Volksversammlung wählte oder loste die Beamten aus, die ihre Entscheidungen ausführen mussten.
Rat der 500: Aus jeder Phyle wurden 50 Ratsherren entsandt. Diese Versammlung bereitete die Sitzungen der Volksversammlungen vor.
Prytanie: 50 Mitglieder des Rats der 500 bereiteten ebenfalls gesondert die Sitzungen der Volksversammlung vor, sie wurden für 36 Tage gewählt.
Strategen: Pro Phyle wurde ein Feldherr gewählt, der als Stratege Einfluss auf die Volksversammlung nehmen konnte. Oft wurden die Strategen mehrmals hintereinander gewählt, sie waren einflussreiche Politiker in Athen.
Scherbengericht: Um zu verhindern, dass ein Politiker zu mächtig wurde, wurde regelmäßig das Scherbengericht abgehalten. Die Mitglieder der Volksversammlung (ca. 30 000 Männer) schrieben den Namen eines Politikers, den sie für zu mächtig hielten, auf eine Tonscherbe, griechisch Ostrakon. Wurden bei der Abstimmung mindestens 6 000 Stimmen erreicht, musste der Mann mit den meisten Stimmen Athen für mindestens zehn Jahre verlassen.
Politischer Alltag in der attischen Demokratie
Der politische Alltag der Bürger Athens war durchaus vielseitig. Alle männlichen Vollbürger konnten an der Volksversammlung teilnehmen, sobald sie 18 Jahre alt geworden waren. Nach und nach bekamen mehr Athener Zugang zu diesem politisch sehr wichtigen Gremium, da man allen, die Kriegsdienst leisteten, das Stimmrecht gab. Eine Versammlung konnte viele Stunden dauern, da alle Vorschläge besprochen und diskutiert wurden. Es gab vermutlich etwa 40 Versammlungen im Jahr. Die Teilnehmer der Volksversammlung übernahmen aber auch andere Ämter, zum Beispiel als Geschworene, Beamte oder Strategen.
Lange war die politische Arbeit ehrenamtlich, das heißt, dass man dafür nicht bezahlt wurde. Das machte es vor allem der ärmeren Bevölkerung schwer, sich wirklich aktiv an der Demokratie zu beteiligen, weshalb man die Diäten einführte. Der Begriff geht wohl auf das griechische Wort diaita zurück, was Tageseinteilung bedeutet. Die Diät war demnach die Tageszuteilung an Geldmünzen für die Politiker.
Wusstest du schon?
Die Diäten der attischen Politik – hier treffen wir auf einen Begriff, den es heute immer noch gibt. Politiker der Gegenwart erhalten ebenfalls ihre Diät, gemeint ist also ihr Gehalt. Du kennst den Begriff vielleicht auch aus dem Bereich der Ernährung – und auch hier ist es ja sinnvoll, wenn man an eine Tageszuteilung denkt, oder? Übrigens wurden die Diäten in Athen in Münzen ausgeteilt, die Obolus hießen. Auch diesen Ausdruck verwendet man heute noch für kleine Geldzuweisungen.
Weitere wichtige politische Organe der attischen Demokratie, zum Beispiel das Scherbengericht oder der Rat der 500, nahmen ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Für die Mitgliedschaft im Rat der 500 konnte sich jeder männliche Bürger mit Stimmrecht bewerben, die Plätze für 36 Tage wurden dann jeweils ausgelost. Es war offensichtlich sehr wichtig, viele verschiedene Aufgaben und Ämter zu haben, die jeweils immer nur für einen kurzen Zeitraum gewählt werden konnten. So sollte ein Machtmissbrauch verhindert und gleiche Chancen für alle Teilnehmer der Volksversammlung sollten geschaffen werden.
Auch vor Gericht galt das Prinzip der Gleichheit: gleiche Redezeit, gleiche Chancen. Die Zeit wurde mithilfe einer Wasseruhr gemessen, die Geschworenen wechselten sehr regelmäßig. Sie stimmten über Verurteilung oder Freispruch mithilfe von Marken ab, die sie in eine Urne fallen ließen.
Die attische Demokratie – wirklich eine Volksherrschaft?
Der griechische Philosoph und Staatsdenker Aristoteles hat sich viel mit den Regierungsformen an sich und der Demokratie im Besonderen beschäftigt. Er definierte die Demokratie als eine Herrschaft der Freien und Armen im Staat, die zugunsten der Tüchtigen und zulasten der Reichen gehe. So weit, so gerecht – könnte man also denken.
Für Aristoteles ist allerdings auch völlig klar gewesen, dass Freie, Arme und Tüchtige nur männlich sein konnten. Auch Sklaven und Kinder schloss er rigoros von der demokratischen Mitbestimmung aus. Den Grund dafür formulierte Aristoteles wie folgt: „Ebenso ist das Männliche von Natur das Bessere, das Weibliche das Geringerwertige und das eine herrscht, das andere wird beherrscht. Denn die Frau besitzt zwar Vernunft, aber nicht voll wirksam; der Sklave überhaupt nicht und das Kind noch nicht voll entwickelt.“ Das hat Aristoteles in seiner Schrift Politika geschrieben. Und er drückt damit genau aus, was an der attischen Demokratie aus unserer Sicht nicht demokratisch war: Sie war keine Herrschaft des ganzen Volks, sondern eine Herrschaft der männlichen über 18-jährigen Vollbürger Athens. Etwa 85 % der Bevölkerung Athens, Frauen, Kinder sowie Sklavinnen und Sklaven, hatten keine politischen Rechte. Sie wurden beherrscht.
Die attische Demokratie – Zusammenfassung
Die attische Demokratie ...
... entwickelte sich im fünften Jahrhundert v. u. Z. und gilt heute noch als Wiege der Demokratie (erste Volksherrschaft) in Europa.
... entstand durch die Reformen des Solon und des Kleisthenes.
... setzte sich aus verschiedenen politischen Institutionen zusammen, wie z. B. der Volksversammlung, dem Rat der 500 und dem Scherbengericht.
... berechtigte ausschließlich Männer zur politischen Teilhabe.
... war eine direkte Demokratie, in der viele Bürger die Möglichkeit hatten, sich an politischen Entscheidungen zu beteiligen.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Attische Demokratie
Athen – Wiege der Demokratie Übung
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Stelle den Weg Athens zur Demokratie dar.
TippsDas griechische Wort mono bedeutet soviel wie allein – und es steckt in Monarchie.
Der Begriff Demokratie enthält das Wort demos, das Volk bedeutet.
LösungIm 8. Jhd. v. u. Z. – Monarchie: In einer Monarchie herrscht eine einzelne Person über das Land, zum Beispiel ein König oder eine Königin, und vererbt die Macht meistens an die eigenen Kinder.
Im 7. Jhd. v. u. Z. – Aristokratie: In einer Aristokratie regiert eine kleine Gruppe von besonders reichen oder vornehmen Familien (der Adel), weil sie glauben, dass sie besser zum Herrschen geeignet sind als der Rest des Volks.
Im 5. Jhd. v. u. Z. – Demokratie: In einer Demokratie hat das ganze Volk das Sagen, indem die Bürger gemeinsam abstimmen oder Vertreter wählen, die in ihrem Namen Entscheidungen treffen. -
Beschreibe die Entwicklung der Demokratie in Athen.
TippsMonokultur ist ein Begriff aus der Biologie.
Eine Volkszählung dient dazu, statistische Daten zu erheben.
LösungIm siebten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung hatten in Athen nur reiche Adlige das Sagen. Viele arme Bauern hatten Schulden und wurden deshalb zu Sklaven gemacht. Ein Mann namens Solon änderte das: Er verbot diese „Schuldknechtschaft“ und gab den ärmeren Bürgern zumindest das Recht, bei Gericht mitzuentscheiden. Er teilte die Menschen nach ihrem Reichtum in Gruppen ein, damit mehr Leute mitreden konnten.
Nach einer Zeit, in der Alleinherrscher (Tyrannen) regierten, führte Kleisthenes wichtige Reformen ein. Sein Trick: Er mischte die Bürger aus verschiedenen Stadtteilen und vom Land in neue Gruppen, die „Phylen“. So zählte nicht mehr nur die Familie oder das Geld, sondern jeder war einfach ein Bürger von Athen. Er erfand auch den Rat der 500, der die Politik vorbereitete.
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Erkläre die wesentlichen Elemente der athenischen Demokratie.
TippsIn einer Demokratie wird meist nach dem Mehrheitsprinzip entschieden.
Polis ist ein anderes Wort für Stadtstaat.
LösungIn der athenischen Demokratie gab es wichtige Bausteine, die dafür sorgten, dass das Volk die Macht hatte. Man nennt dieses System eine direkte Demokratie, weil die Bürger selbst abstimmten und nicht nur Vertreter wählten.
Die Volksversammlung (Ekklesia)
Sie war das Herzstück der Politik. Hier trafen sich alle männlichen Bürger (meist mehrere Tausend) unter freiem Himmel. Die Volksversammlung entschied über Gesetze, Steuern und ob die Stadt Krieg führen sollte. Jeder anwesende Bürger hatte das Recht, eine Rede zu halten und seine Meinung zu sagen.
Der Rat der 500 (Boule)
Da Tausende Menschen nicht jeden Tag über alles diskutieren konnten, gab es diesen Rat. Er bereitete die Sitzungen der Volksversammlung vor und erledigte die tägliche Arbeit der Regierung. Die 500 Mitglieder wurden per Los bestimmt. So hatte jeder Bürger – egal ob arm oder reich – die gleiche Chance, einmal im Rat zu sitzen.
Die Volksgerichte (Dikasterien)
Es gab keine Berufsrichter wie heute. Stattdessen entschieden Gruppen von Bürgern über Streitigkeiten oder Verbrechen. Die Richter (Geschworenen) wurden ebenfalls jeden Tag neu aus den Bürgern ausgelost, damit niemand sie bestechen konnte.
Das Scherbengericht (Ostrakismos)
Einmal im Jahr konnten die Bürger abstimmen, ob jemand zu mächtig wurde und der Demokratie gefährlich werden könnte. Wer die meisten Stimmen auf Tonscherben erhielt, musste für zehn Jahre die Stadt verlassen.
Diäten (Tagegelder)
Damit auch arme Leute (wie Bauern oder Handwerker) Zeit für die Politik hatten, bekamen sie Geld für die Tage, an denen sie in der Versammlung oder im Rat saßen. So wurde Politik für alle möglich.
Wichtig zu wissen: Nur freie Männer, die aus Athen stammten, galten als „Bürger“. Frauen, Sklaven und Ausländer durften nicht mitbestimmen.
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Stelle die Merkmale der Demokratie heute denen der athenischen Demokratie gegenüber.
TippsRepräsentativ bedeutet, dass die Bürger durch Abgeordnete vertreten werden.
Im antiken Athen wurden Ämter nur auf Zeit vergeben und jeder konnte politisch mitwirken.
LösungWenn man die antike Demokratie in Athen mit unserer heutigen Demokratie vergleicht, sieht man zwar eine Verwandtschaft, aber auch große Unterschiede in der Arbeitsweise.
Der größte Unterschied liegt in der Form der Mitbestimmung. Das antike Athen war eine direkte Demokratie. Das bedeutet, dass die Bürger (die damals Zeit hatten) persönlich zu einer Versammlung gingen und dort per Handzeichen direkt über jedes neue Gesetz oder über Krieg und Frieden entschieden. Unsere moderne Demokratie ist dagegen repräsentativ. Weil unsere Länder viel zu groß sind, als dass sich alle auf einem Platz treffen könnten, wählen wir Vertreter (Abgeordnete), die im Parlament für uns arbeiten und Entscheidungen treffen.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist, wer mitmachen darf. In Athen war die Demokratie sehr exklusiv: Nur erwachsene Männer, die aus Athener Familien stammten, durften abstimmen. Frauen, Sklaven und Zugezogene waren komplett ausgeschlossen. In unserer heutigen Demokratie gilt das Prinzip der Inklusivität. Das bedeutet, dass alle erwachsenen Staatsbürger das gleiche Wahlrecht haben, egal welches Geschlecht sie haben, welchen Beruf sie ausüben oder wie viel Geld sie besitzen.
Auch bei der Besetzung von Ämtern gab es unterschiedliche Ideen. In Athen glaubte man, dass jeder Bürger fähig sei, eine Aufgabe für die Stadt zu übernehmen, weshalb viele Ämter einfach verlost wurden. Heute setzen wir auf Wahlen und Fachwissen. Wir wählen Menschen aus, von denen wir glauben, dass sie die besten Ideen oder Fähigkeiten für ein Amt haben.
Zuletzt unterscheiden sich die Systeme beim Schutz des Einzelnen. In Athen hatte die Mehrheit fast unbegrenzte Macht – wer der Mehrheit nicht passte, konnte durch das Scherbengericht verbannt werden. Heute geht unsere Demokratie mit Rechtsstaatlichkeit einher. Das bedeutet, dass es Grundrechte und Menschenrechte gibt, die jeden Einzelnen schützen. Selbst eine große Mehrheit darf nicht einfach über die Rechte einer Minderheit bestimmen (Minderheitenschutz), da das Grundgesetz über allen politischen Entscheidungen steht.
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Erkläre wichtige Begriffe zur athenischen Demokratie.
TippsDas Scherbengericht sollte verhindern, dass einzelne Politiker zu mächtig wurden.
Eine Auslosung konnte man nicht durch Geld oder Macht beeinflussen.
LösungEinen griechischen Stadtstaat wie Athen bezeichnet man auch als Polis.
Im 6. Jahrhundert v. u. Z. entwickelte sich in Athen eine neue Form des Herrschens, die Demokratie.
Mehrmals im Jahr entschieden die Athener wichtige politische Fragen in der Volksversammlung.
Politische Ämter wurden dabei durch ein Losverfahren zufällig vergeben.
In Athen konnten Politiker durch das sogenannte Scherbengericht in die Verbannung geschickt werden.
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Arbeite den Einfluss der athenischen Demokratie auf unsere modernen Demokratien heraus.
TippsRepräsentieren bedeutet so viel wie vertreten.
Das griechische Wort kratia bedeutet Herrschaft.
LösungDie Athener hatten als Erste die mutige Idee, dass das Volk selbst schlau genug ist, um über öffentliche Angelegenheiten zu entscheiden. Dieser Gedanke der Volkssouveränität ist heute die Basis für fast alle modernen Demokratien. Wir finden es heute ganz normal, dass wir mitbestimmen können – das ist aber gar nicht so selbstverständlich.
Die Athener erfanden die Isonomie – das bedeutet „Gleichheit vor dem Gesetz“. Zuvor (und auch in vielen Herrschaftsformen, die nach der attischen Demokratie verwirklicht wurden) hatten Reiche oft viele Vorteile und Sonderrechte, die Arme nicht hatten. In der attischen Demokratie hieß es: Vor dem Gesetz sind alle Bürger gleich. Auch wenn wir heute wissen, dass die Athener damals noch viele Menschen (wie Frauen und Sklaven) unfair behandelt haben, war ihre Idee der Grundstein für unsere heutigen Menschenrechte.
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